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Das Museum

Der Turm

Sonderausstellung

- Hans Popp (Sommer 2004)

- E. Delignon (Weihnachten 2004)

- C. Piberhofer (Winter 2005)

- Fotografie und Alpinismus (2005)

- Kunst- und Wunderkammer (2005)

- Passion auf Papier (2006)

- Walter Honeder (2006)

- Regina Doblander (2006)

- P I C A S S O (2007)

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Turmmuseum Oetz
Sammlung Hans Jäger
Schulweg 2
6433 Oetz
Tel: +43.5252.20063
info@turmmuseum.at


20.Mai 2005:
Das Turmmuseum Oetz erhält gemeinsam mit dem Archäologischen Museum Fließ den Tiroler Museumspreis 2004

Ausgezeichnet mit dem
ICOM-Museumsgütesiegel



 

Sonderausstellung 11.12.2004-2.2.2005

Aus den Skizzenbüchern der Graphikerin Emanuela Delignon
Der Ofen ist im Winter ein König und im Sommer ein Bettler …

Die Sonderausstellung anlässlich der Weihnachtszeit im Turmmuseum Oetz bestreitet Emanuela Delignon. Durch die von der Künstlerin selbst getroffene Auswahl an Zeichnungen, stellt sie unseren heimatlichen Lebensraum in den Mittelpunkt des Geschehens. Besonders der Handlungsablauf einer nicht alltäglichen Bildergeschichte, die für die Betrachter leicht nachvollziehbar ist, macht den größten Teil ihres Angebotes aus. Gerade zur gegenwärtigen Jahreszeit trifft es sich gut, der Grafikerin bei ihrem Vorhaben über die Schulter zu schauen, um den Arbeitsaufwand des Ofensetzens Schritt für Schritt zu verfolgen. Ein einfacher alter Maurer, wie es sie früher öfters gegeben hat, mit viel Berufserfahrung und Sinn für das zweckhaft Schöne, ist der Hauptakteur in der spannend dargestellten Geschichte, die dann auch ihren glücklichen Abschluss findet. Ofensetzen, nach traditioneller Vorgabe, mit an Ort und Stelle ausgesuchtem Material in einem unzerstörten alten Haus! Das wird doch sicher nicht in Tirol gewesen sein? Und wenn, dann hat es heute Seltenheitswert, wo schon allein das daran denken an eine derartige Aktion bei nicht wenigen Leuten ein wohltuendes Gefühl erzeugt! Denn wir haben uns in diesem Land schon sehr weit von aller Ursprünglichkeit entfernt und auf Dauer gesehen muss sich das rächen! Der Platz auf der Ofenbank war früher der Ehrenplatz im Haus. Wollte man jemanden seine Zuneigung ausdrücken, so wurde darauf hingewiesen, dass er oder sie diese Stelle einnehmen kann. Um den Ofen herum war auch der beliebte Aufenthaltsort der Kleinkinder und alten Leute, für die die langen Winter eine große Last bedeuteten, mit allerhand Qualen, die durch Wärme Linderung fanden und das Überleben für kurze Zeit erleichterte. Die Reportage von Frau Delignon bringt uns zurück zu mehr Einfachheit, näher dem Wesentlichen. Mit dem Rüstzeug eines perfekt beherrschten Handwerks zeigt sie ausgeprägten Sinn für reduzierte Körperlichkeit, scharf umrissene und verschwommene Partien erzeugen Licht und Schatten und das nicht Wenige was das Dazwischen beinhaltet. Blitzschnell im Erfassen des Augenblicks und äußerst überlegt in der Wiedergabe wurde auf intelligente Weise die Ofengeschichte in die Welt gesetzt. Wir können uns nur daran erfreuen.
Viel Vergnügen bei der Ausstellung wünscht der Museumsverein mit
Hans Jäger